Netzausbau: Landkreis Göttingen startet Glasfaserausbau an Schulen

Landkreis Göttingen hat den geförderten Glasfaserausbau an sechs Schulstandorten gestartet. Bis Mitte 2027 sollen die Grundschulen in Walkenried, Bad Lauterberg (Hausberg), Scharzfeld (Einhornschule), Hedemünden, Drammetal und Rosdorf (Heinrich-Grupe-Grundschule) mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen versehen werden. Künftig sind Bandbreiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde möglich.


Mit einem symbolischen Spatenstich am 09.07.2026 in Walkenried haben Doreen Fragel, allgemeine Vertreterin des Landrates des Landkreises Göttingen und Marc Diederich, Geschäftsführer der WRGN Wirtschaftsförderung Region Göttingen Northeim GmbH sowie Lars Deiters, Bürgermeister der Gemeinde Walkenried gemeinsam mit dem Konzernbevollmächtigten der Telekom für die Region Nord, Peter Richter, sowie weiteren Vertreter*innen aus Verwaltung, Schule und Projektbeteiligten den Beginn der Ausbauarbeiten markiert.


„Mit dem Spatenstich bringen wir die digitale Bildungsinfrastruktur im Landkreis Göttingen gezielt weiter voran“, erklärt Doreen Fragel, allgemeine Vertreterin des Landrates. „Schulen brauchen verlässliche und leistungsfähige Internetanschlüsse, damit digitale Lernangebote, moderne Unterrichtsformen und eine stabile Verwaltung im Schulalltag funktionieren.“ Der geförderte Glasfaserausbau füllt Lücken, in denen der eigenwirtschaftliche Ausbau bisher fehlte, und sorgt dafür, dass Schulen langfristig zuverlässig verbunden sind.


Marc Diederich, Geschäftsführer der WRGN, ergänzt: „Ursprünglich waren im Rahmen der Planungen 26 Schulstandorte für den geförderten Ausbau vorgesehen. Im weiteren Verfahren hat sich die Zahl der förderfähigen Standorte jedoch deutlich reduziert. Hintergrund ist der stark voranschreitende eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau durch verschiedene Telekommunikationsunternehmen im Landkreis Göttingen. Zahlreiche Schulen, die zu Beginn der Planungen noch als unterversorgt galten, wurden zwischenzeitlich bereits eigenwirtschaftlich erschlossen. Die sogenannte Ausschreibungskulisse musste daher mehrfach angepasst werden.“ Die WRGN fungiert dabei als Breitbandkoordinator im Landkreis Göttingen.

„Gerade in den Kommunen am Harzrand, in denen der eigenwirtschaftliche Ausbau bislang noch nicht in vergleichbarem Maße vorangeschritten ist, ist der geförderte Ausbau ein wichtiger Schritt. Er schafft die Grundlage dafür, Schulen zuverlässig und zukunftsfähig mit schnellem Internet zu versorgen“, betont Lars Deiters, Bürgermeister der Gemeinde Walkenried. „Zugleich kann das Projekt ein Impuls sein, aus dem sich perspektivisch weitere Ausbauaktivitäten vor Ort ergeben.“
Für den Ausbau werden insgesamt rund 2,2 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt und sechs Netzverteiler errichtet. „Wir wissen, wie wichtig leistungsstarke Internetanbindungen für Schulen sind. Deshalb binden wir Schulen bei unserem eigenwirtschaftlichen Ausbau soweit als möglich mit ans Glasfasernetz an. In sehr ländlichen Regionen gelingt dies jedoch nicht immer“, sagt Peter Richter, Konzernbevollmächtigter der Telekom für die Region Nord. „Wir freuen uns deshalb, gemeinsam mit dem Landkreis Göttingen die digitale Infrastruktur an den verbleibenden förderfähigen Schulstandorten weiter voranzubringen“. Die Telekom setzt sich mit digitaler Technik und Know-how dafür ein, möglichst vielen Lernenden bestmögliche Bildungserlebnisse zu ermöglichen.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 335.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt anteilig durch den Bund (ca. 50 Prozent) sowie durch das Land Niedersachsen und den Landkreis Göttingen (je ca. 25 Prozent). Die Fertigstellung ist bis Mitte 2027 vorgesehen.

Mit dem Spatenstich beginnt die praktische Umsetzung des Projekts. Der Landkreis Göttingen setzt damit einen weiteren Baustein für eine zukunftsfähige Bildungs- und Standortinfrastruktur in der Region. Schnelle und verlässliche Glasfaseranschlüsse stärken nicht nur die Schulen, sondern auch die Attraktivität des Landkreises als Bildungs-, Lebens- und Wirtschaftsstandort.