Grundrechte: mehr als nur ein Gesetzestext

Projektthema unserer Auszubildenden

Warum ist das Thema so wichtig?
Die Unsichtbarkeit des Selbstverständlichen: Grundrechte werden im Alltag oft als zu selbstverständlich wahrgenommen. Viele Menschen bemerken sie erst, wenn sie
eingeschränkt werden oder fehlen.
Lebendige Demokratie: Das Projekt zeigt, dass Grundrechte keine abstrakten, grauen Gesetzestexte sind. Sie betreffen reale Lebensgeschichten und müssen im Alltag aktiv gelebt, reflektiert und geschützt werden.


Die 5 Aktionsgruppen und ihre Ergebnisse
1 Aktionsgruppe: „Erinnern im Dialog“

Ergebnis: Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur durch den Besuch von Gedenkstätten in und um Göttingen, um die historischen Folgen der Missachtung von
Menschenrechten sichtbar zu machen.


2 Aktionsgruppe: „Wegbegleiter“

Ergebnis: Erstellung eines Videos mit persönlichen, bewegenden Geschichten von Menschen, deren Grundrechte konkret betroffen waren, um das Thema emotional greifbar
zu machen.


3 Aktionsgruppe: „Meinungsbildung zum Wehrdienst – Art. 4 GG“

Ergebnis: Organisation und Durchführung einer Podiumsdiskussion zum Thema Wehrdienst, um unterschiedliche Perspektiven rund um die Gewissensfreiheit zu beleuchten.


4 Aktionsgruppe: „Art. 3 GG in der BBS 1 sichtbar machen“

Ergebnis: Dauerhafte visuelle und thematische Verankerung des Gleichheitsgrundsatzes direkt im Schulalltag der BBS 1 Göttingen, um einen bleibenden Bezugspunkt zu schaffen.


5 Aktionsgruppe: „Artikel 1 GG in die Betriebe bringen“


Ergebnis: Untersuchung der unantastbaren Menschenwürde direkt vor Ort in großen Ausbildungsbetrieben durch geführte Interviews und Gespräche mit den Beschäftigten.
Wer?
Klassen: Auszubildende der Klassen VW251 und VW252 (Verwaltungsfachangestellte – VFA).

Grundrechte: mehr als nur ein Gesetzestext

Zeitraum
Gesamtzeitraum: Von Oktober 2025 bis Mai 2026.
Ablauf: Erster Impuls und Besuch der Torhausgalerie im Oktober, gefolgt von einer Praxisphase in den Betrieben (November bis Januar). Aufteilung in die Aktionsgruppen im
Februar und intensive Projekt- und Umsetzungsphase von März bis Mai 2026.


Unterstützende Institutionen & Lernorte
Torhausgalerie Göttingen (Erste Impulse zum Thema Menschenwürde)

Freie Altenarbeit Göttingen e.V.

Museum Friedland

Verein für Menschenwürde

Abschlussveranstaltung

Wann: Freitag, 29.05.2026

Wo: BBS 1 Göttingen

Geladene Gäste (nach Funktionen und ihren genauen Dienststellen/Orten):
Stadt Göttingen: Maria Karaus (Dezernat B) und Anja Krause (Dezernat C).
Landkreis Göttingen: Conrad Finger (Dezernat 2).
Flecken Adelebsen: Holger Frase (Hauptverwaltungsbeamter / HVB).
Samtgemeinde Dransfeld: Marco Gerls (stellvertretender HVB).
Gemeinde Walkenried: Annika Ludwig (stellvertretende HVB).
Polizei Göttingen: Polizeioberrätin Vanessa Pleiß-Schütte.

Schulintern & Regional: Schulleitung/Vertreter der BBS 1 Göttingen sowie Vertreter der Bildungsregion Südniedersachsen.

Weitere: Harm Adam und Viola von Carmon-Taubadel, die persönlichen Ausbilderinnen und Ausbilder der Azubis aus den Behörden sowie Vertreter der Freien Altenarbeit Göttingen, des Museums Friedland und des Vereins für Menschenwürde.

Was ist noch besonders erwähnenswert?

Professionelles, azubigesteuertes Projektmanagement: Eine eigene Organisationsgruppe („orga“) der Auszubildenden steuerte das gesamte Projekt im Hintergrund. Sie übernahm die
Budgetierung, das Catering/Buffet, die Pflege der regionalen Gästeliste, das Einladungsmanagement, das Design einer einheitlichen PowerPoint-Vorlage sowie die
gesamte Event-Regie.

Lerneffekt durch Kommunikationshürden: In der Startphase gab es Abstimmungsschwierigkeiten und Informationsverluste zwischen den parallelen
Aktionsgruppen. Die Azubis lösten dies eigenständig durch das Etablieren von regelmäßigen Jour-Fixe-Treffen und optimierten so ihr Projektmanagement nachhaltig.

Interaktiver, emotionaler Einstieg: Die Präsentation startete völlig unkonventionell: Die
anwesenden Spitzenvertreter und Ausbilder wurden zu Beginn mit einem 30-sekündigen
Bewegungs- und Sprechverbot konfrontiert. Dieses spürbare Erleben eines
„Grundrechte-Entzugs“ brach das Eis, gefolgt von einer interaktiven Befragung des Plenums per Aufstehen oder Handzeichen.