Netzwerk Frühe Hilfen & Kinderschutz

Im Netzwerk Frühe Hilfen & Kinderschutz für Stadt und Landkreis Göttingen arbeiten Fachkräfte aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen , die beruflich mit Kindern und Eltern zu tun haben. Diese Fachkräfte befassen sich mit den Themen Schwangerschaft, Geburt, Elternschaft, gesundes Aufwachsen und Kinderschutz. Überwiegend kommen sie aus dem Gesundheitswesen, aus der Kinder- und Jugendhilfe, der Schwangerschaftsberatung und Frühförderung. Neben dem Austausch und der gegenseitigen Information über ihre jeweilige fachliche Perspektive und Vorgehensweise stimmen sie ihr Handeln und ihre Angebote aufeinander ab.

Die Jugendämter aus Stadt und Landkreis Göttingen tragen dieses Netzwerk - mit den Partnern der freien Kinder- und Jugendhilfe und des Gesundheitswesens - gemeinsam für den gesamten Göttinger Raum.

Mit „Frühen Hilfen“ sind niedrigschwellige Hilfen während der Schwangerschaft und im frühen Kindesalter gemeint. Die Akteure im Netzwerk stimmen auch Abläufe bei drohender und akuter Kindeswohlgefährdung untereinander ab.

Das Göttinger Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz besteht aus den Arbeitsgruppen „Frühe Hilfen“ und „Handlungssicherheit bei Kindeswohlgefährdung“, aus einem Beirat und einer Planungsgruppe. Einmal jährlich findet ein Netzwerkplenum als öffentliche Fachveranstaltung statt.

In seiner ersten Entwicklungsphase wird das Netzwerk von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) – Fakultät für Soziale Arbeit und Gesundheit Hildesheim - wissenschaftlich begleitet.

Das Kindeswohl zwischen Pädagogik, Jugendhilfe, Medizin und Justiz

So lautete das Thema des diesjährigen Fachforums im Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz für Stadt und Landkreis Göttingen, das dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie als Webinar stattfand.

Das Fachforum erfolgte in Kooperation mit der VHS Göttingen-Osterode, welche die technische Infrastruktur über Zoom zur Verfügung stellte und die Teilnehmenden kompetent in die technischen Abläufe einführte.

Rund 100 Teilnehmende aus den Bereichen Kita, Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Beratung, Medizin und Justiz fanden sich am Mittwoch, den 17. Juni 2020 von 14:00 -17:00 Uhr auf der digitalen Plattform zusammen.

In seiner Videobegrüßung hob Kreisrat Marcel Riethig die Relevanz der regionalen Netzwerkarbeit im Kinderschutz und dessen politische Verankerung hervor. Insbesondere betonte er hierbei die positive Zusammenarbeit der Netzwerkpartner*innen in Stadt und Landkreis.

 

Videobegrüßung Herr Riethig: 

 

 

In Form eines dialogischen Impulsvortrags referierte der Familienrechtler und Seniorprofessor Professor Dr. Ludwig Salgo von der Goethe-Universität Frankfurt zum präventiven und intervenierenden Kinderschutz. Hierbei legte er sein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung des deutschen Kinderschutzrechts und warf die Frage auf, warum bestehende Möglichkeiten eines effektiven und konsequenten Kinderschutzes nicht optimal zum Einsatz gebracht werden. Auch werde Kinderschutz oftmals elternzentriert wahrgenommen, wohingegen kindzentrierte Wissensbestände selten in Hilfeplanungen einbezogen werden.

Zudem fehlten laut Salgo oftmals entsprechende Rahmenbedingungen, um interprofessionelles Fallverstehen zu ermöglichen. Defizite in den informativen Vernetzungen behinderten frühzeitiges Erkennen und Reagieren, verlängerten die Zeiträume, in denen Kinder Misshandlungen und Vernachlässigungen ausgesetzt seien und verwiesen auf die Frage nach den innerhalb der verschiedenen Systeme geltenden Handlungsmaximen für den Kinderschutz.

Einen zentralen Gradmesser für Qualität im Kinderschutz sieht Salgo in der Kooperation der verschiedenen Hilfesysteme. Fachlichkeit zeichne sich insbesondere darin aus, dass interdisziplinäre Kommunikation stattfinde und Expertenwissen in Hilfeplanungen mit einbezogen werde.

In seinem abschließenden Fazit hält Salgo fest, dass sich viel bewegt im Kinderschutz, jedoch hinsichtlich der Defizite bezogen auf Implementation, Anwendung und Ausbildung, Haltung, Ressourcen sowie Forschung noch vieles bleibt, was es anzufassen und weiterzuentwickeln gilt.

 

Vortrag_Prof­_Dr_Salgo_ Audioaufzeichnung:

Vortrag Prof. Salgo Zusammenfassung

Praesentation Prof. Salgo vom 17.06.2020

Evaluation Fachforum vom 17.06.2020

 

Weiterführende  Hinweise und links:

 

Die diesjährige 11. Kinder- und Familienkonferenz drehte sich rund um das Thema Medien. Unter dem Motto: #KiFaKo2019 – Aufwachsen mit Medien knüpfte die Konferenz damit an aktuelle Diskurse an. Rund 200 Teilnehmende aus den Bereichen KiTa, Schule, Jugendhilfe, Gesundheit und Beratung trafen sich am 15. November 2019 im Forum der Berufsbildenden Schulen II in Osterode am Harz.
 

Die Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und Familien sind zunehmend medial durchdrungen. Medien sind Mittel zur Information und Kommunikation, gleichzeitig bieten Sie Erfahrungsräume, in denen sich Heranwachsende in unterschiedlichen Rollen von Produzierenden, Konsumierenden und Teilhabenden ausprobieren und entwickeln können. Dies beinhaltet vielfältige neue (Entwicklungs-)Möglichkeiten, gleichzeitig gehen damit aber auch Gefahren einher. Die Kinder- und Familienkonferenz betrachtete durch ein Tagungsreferat und fünf folgenden Workshops unterschiedliche Perspektiven zum Aufwachsen in einer mediatisierten Welt.

Im Tagungsreferat referierte Prof. Dr. Daniel Hajok über das veränderte Heranwachsen mit digitalen Medien und die neuen Herausforderungen, die sich für Erziehende und pädagogische Fachkräfte ergeben. Er skizzierte die zentralen Aspekte eines veränderten Heranwachsens in der Welt digitaler Medien und stellte aktuelle Daten zum Medienumgang von Kindern und Jugendlichen vor. Prof. Dr. Hajok stellte den Chancen digitaler Medien die neuen inhalts-, konsum-, kommunikations- und verhaltensbezogenen Risiken gegenüber und diskutierte mit dem Plenum Möglichkeiten einer angemessenen erzieherischen und pädagogischen Begleitung des Medienumgangs Heranwachsender.

Tagungsreferat Prof. Dr. Daniel Hajok

 

Workshop 1: Ene Mene Medien – frühkindliche Bildung mit Medien unterstützen

Dr. Maren Risch, Blickwechsel e. V.

Kinder wachsen mit Medien auf, sie sind von Medien fasziniert und diese Faszination kann als ein Motor für das Lernen genutzt werden. Kinder können sich auch mit Hilfe von Medien kreativ und sinnhaft mit dem Sprechen, Hören, Zuhören, mit Lauten, Klängen, Buchstaben und Geschichten befassen. Mediengeräte – vom Fotoapparat bis zum Tablet – und Medieninhalte – von der Bilderbuchgeschichte bis zum Hörspiel – eignen sich sehr gut, um Lernprozesse anzuregen, zu begleiten und Kinder in der Auseinandersetzung mit ihrer Lebenswelt zu unterstützen.

Kreativ und handlungsorientiert wurde in diesem Workshop das Potenzial digitaler Medien für die Unterstützung der frühkindlichen Bildung aufgezeigt. Ein kleiner Einblick in grundlegendes Wissen rund um Medien in der Lebenswelt von Kindern wurde ergänzt durch Erfahrungen aus der Praxis und methodische Anregungen. Verschiedene Praxisstationen ermöglichten das Experimentieren mit digitalen Möglichkeiten.

Praesentation Workshop 1

 

Workshop 2: Immer online? Ist das schon süchtig oder noch normal?

Rieke Heitmüller und Ingrid Baum, Fachstelle für Sucht und Suchtprävention

Digitale Medien sind aus dem Alltag vieler Menschen gar nicht mehr weg zu denken. Kinder und Jugendliche haben dabei häufig jedoch einen ganz anderen Umgang mit ihnen als Erwachsene. Gerade deshalb ist es für pädagogische Fachkräfte und besorgte Eltern nicht immer einfach einzuschätzen, ab wann sich die exzessive Nutzung digitaler Medien zu einer Abhängigkeit entwickelt. In diesem Workshop wurde daher zunächst eine Klärung der Begriffe Sucht/ Abhängigkeit in Bezug auf digitale Medien vorgenommen. Des Weiteren galt es mögliche Handlungsstrategien zur Unterstützung der Betroffenen und deren Angehörigen zu erarbeiten.

Praesentation Workshop 2

 

Workshop 3: Die Wirkung gewalthaltiger Computerspiele

Stefan Schaper, Medienreferent

Computerspiele sind aus dem Leben der jungen, und mittlerweile auch vielfach der älteren Generationen nicht mehr wegzudenken. Computerspiele regen zur Fantasie und zum Dialog an. Computerspiele werden aber auch kontrovers diskutiert, insbesondere wenn sie über gewalthaltige Inhalte verfügen. Verrohen diese „Killerspiele“ oder kann nach über 30 Jahren Entwarnung gegeben werden? Das Kulturgut (seit 2008) Computerspiel hat viele Facetten und Ausprägungen, an dem Aspekt der „Gewalt“ im Spiel aber scheiden sich noch immer die Geister.

Im Rahmen dieses Workshops ging es um die Chancen und Risiken speziell dieser Spiele. Wie ist der Stand der Dinge, was sind das für Spiele überhaupt, wie funktioniert der Jugendschutz und als zentrale Frage: Welche Haltung habe ich als pädagogische Fachkraft zu dem Thema, bzw. muss ich diese nicht entwickeln?

Praesentation Workshop 3

 

Workshop 4: Cyber-Mobbing – Medienkompetenz trifft Gewaltprävention

Angelika Liebrecht, Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen

Kinder und Jugendliche nutzen bei der Informationssuche ebenso wie für Unterhaltung und Kommunikation diverse Angebote im Internet. Messenger-Dienste und soziale Netzwerke bieten aber auch viele Gelegenheiten für Gemeinheiten, Schikane und Gewalt. Einschlägige Untersuchungen kommen zu der Einschätzung, dass mehr als ein Drittel aller Jugendlichen Erfahrungen mit Cyber-Mobbing haben, entweder weil sie selbst Attacken erleben oder weil sie solche Angriffe im Freundeskreis mitbekommen haben. Das Projekt hat zum Ziel, Kinder und Jugendliche für die problematische Dynamik und die Folgen von Cyber-Attacken zu sensibilisieren und prosoziale Einstellungen in der Gruppe zu stärken. Der Workshop betrachtete die Hintergründe, Formen und Folgen von Cyber-Mobbing und vermittelte methodische Anregungen zur Ersten Hilfe und Prävention.

Praesentation Workshop 4

 

Workshop 5: Sex 2.0 – Neue Möglichkeiten und Gefahren für die sexuelle Entwicklung Heranwachsender

Prof. Dr. Daniel Hajok, Arbeitsgemeinschaft Kindheit, Jugend und neue Medien; Honorarprofessor an der Uni Erfurt

Im Workshop setzten sich die Teilnehmenden mit der zunehmenden Bedeutung sexualitätsbezogener Medieninhalte auseinander. Gut gemachte Aufklärungs-, Informations- und Beratungsangebote im Netz spielen dabei eine Rolle wie die verfrühten Zugänge zu Pornografie und das zunehmend sexualisierte Austauschhandeln im Spektrum von freizügigen Selbstdarstellungen, Sexting und Grooming. Zahlen und Fakten zu den Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen wurden referiert, gesetzliche Grundlagen skizziert und die Möglichkeiten von präventiven Konzepten und Materialien diskutiert.

Praesentation Workshop 5

Stadtradio Göttingen:  Interview mit Prof. Dr. Daniel Hajok, Kreisrat Marcel Riehtig und Michael Trunk, Fachdienstleiter Frühe Hilfen, Prävention.

 

Die Handreichung bietet Informationen für medizinisches Fachpersonal zum Thema Kinderschutz/Kindeswohlgefährdung.

Stand: Juli 2019

Kinderschutz - Handreichung medizinisches Fachpersonal

Fachforum des Netzwerks Frühe Hilfen & Kinderschutz tagte am 19.06.2019

"Zugänge zu Familien gestalten" war das Thema des Fachforums im Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz für Stadt und Landkreis Göttingen, welches am 19. Juni 2019 im Neuen Rathaus in Göttingen stattfand. Rund 140 Teilnehmende aus den Bereichen Kita, Jugendhilfe, Bildung und Schule, Gesundheit, Frühförderung, Beratung und Justiz trafen sich im Ratssaal, um sich dieser Thematik zu widmen.

In seinen Grußworten plädierte Kreisrat Riethig für ein Umdenken im Hilfesystem und forderte eine frühzeitige sozialraumorientierte Prävention statt nachgelagerter Einzelfallhilfen. Trägerbudgets müssten so ausgestattet sein, dass sie nicht mehr primär an den Problemen Geld verdienen, sondern für die Lösungen derselben Geld erhalten. Zwischenapplaus gab es für die Bemerkung, Geld sei besser in den Hilfen angelegt als in der Bewilligungsbürokratie.

In seinem Impulsvortrag referierte Herr Prof. Dr. Armin Sohns über Zugänge zu Familien in belastenden Lebenslagen und beleuchtete dies unter verschiedenen Aspekten. Es finde eine hohe Therapeutisierung von Kindern statt. Diese Kinder erfahren schon in früher Kindheit, dass mit ihnen „etwas nicht stimme“. Dabei gebe es eine hohe Anzahl von Kindern mit psychosozialen Auffälligkeiten, von „Systemsprengern“, also Kindern, die Hilferufe aussenden.

Prof. Sohns betonte den medizinischen Bereich als Zugang zu Familien, zum Arzt gehe jeder, und auch Hebammen genießen ein besonderes Vertrauen bei Familien. Die Frühförderung müsse das gesamte Familiensystem einbeziehen, um erfolgreich zu sein. Die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Eingliederungshilfe sei oft ungenügend. An Fallbeispielen verdeutlichte er, dass es bei der Zusammenarbeit weniger auf die Systeme ankomme als vielmehr auf Kompetenzen, Vertrauen und Beziehungen. Für Eltern sei weniger oft mehr, zentral sei ein Bezugspersonensystem.

Ein Plädoyer des Umdenkens hin zu einem System der frühen Förderung mit einem gemeinsamen Budget, das mit präventiven und familienstärkenden Hilfen einen festen Platz in der Soziallandschaft einnimmt, rundeten seinen Vortrag ab.

Vortrag Prof. Dr. Armin Sohns

Die anschließenden Informationsforen boten einen Einblick in Angebote vor Ort und die Möglichkeit zu Information, Austausch und Vernetzung.

 

Kita-Einstieg und Elterntalk, Stadt und Landkreis Göttingen

Mit dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ wird die Umsetzung niedrigschwelliger Angebote gefördert, die den Zugang zu frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten vorbereiten und unterstützend begleiten. Aus einer standortspezifischen, bedarfsorientierten Umsetzung resultieren sehr unterschiedliche Angebote für Familien mit sog. Zugangshürden, die am Beispiel der Programm-Standorte Göttingen Stadt und Landkreis vorgestellt werden. Allen Angeboten liegt die gleiche Herausforderung zugrunde: Das Erreichen von Eltern, die in ihrem Alltag mit besonderen Schwierigkeiten konfrontiert sind. Die Gestaltung der Zugänge zu den Familien war Schwerpunkt des Workshops.

Präsentation Kita-Einstieg

 

Onlineberatung für Jugendliche und Eltern, Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V.

Das Angebot versteht sich als niedrigschwellige Unterstützung für Eltern bei: präventiven Fragestellungen; komplexen Problemen; Weiterempfehlung; wirkt mit Hilfen zusammen; bietet fachliche Begleitung; häufig bei tabuisierten und schambesetzten Themen, auch im Kontext Kinderschutz. Erfahrene Beraterinnen und Berater aus der Erziehungsberatung unterstützen Eltern in (webbasierter) Mailberatung oder im Einzelchat. In moderierten Gruppen- und Themenchats sowie in einem öffentlichen Forum können sich Eltern mit anderen Eltern austauschen.

 

Nummer gegen Kummer

Das als ein bundesweites, präventives Angebot berät zu Themen der Frühen Hilfen. Es ist ein gut erreichbarer, attraktiver und niedrigschwelliger Zugang zu den Frühen Hilfen. Die Beratung von Eltern in belasteten Lebenslagen bietet Entlastung, Verständnis, Orientierung und die Vermittlung weiterführender Hilfen an. Die ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater sind umfangreich geschult und pflegen einen wertschätzenden, vertrauensvollen Umgang mit den Anruferinnen und Anrufern.

Präsentation Elterntelefon

Präsentation Online-Beratung

 

Migrationszentrum und MigrantenElternNetzwerk
Die soziale und berufliche Integration von Migranten/innen und die Unterstützung des Selbsthilfepotentials sind Ziele der Angebote des Migrationszentrums. Zudem informiert es die Öffentlichkeit über aktuelle Fragestellungen aus den Themenfeldern Flucht, Migration und Integration. MigrantenElternNetzwerk informiert über den Kindergartenbesuch, das Schulsystem in Deutschland, wie Konflikte in der Schule bewältigt werden können und welche Wege in den Beruf es gibt.

 

Camino-Beratung und Unterstützung für psychisch kranke Eltern und Kinder
Camino will erreichen, dass Familien vor der Schwelle staatlicher Eingriffe Hilfsangebote bekommen, wenn ein Elternteil psychisch belastet ist oder erkrankt. In dem Workshop wurde dargestellt, welche schon bestehenden Projekte zu dem Angebot inspiriert haben und über die drei Bereiche, in denen Camino aktiv wird, informiert: Sprechstunden in Kliniken, in Familienzentren, Gruppenangebote. Ganz praktisch wurde vorgestellt, wie können Familien ihre Kinder bei psychischer Erkrankung stützen, wie wirkt sich z.B. eine Depression auf das Erziehungsverhalten aus, wie können Eltern und Kinder auf ihrem Weg begleitet werden.

Präsentation Camino

 

Fachkräfte Frühe Hilfen Stadt und Landkreis Göttingen
Unterstützung für Mütter, Väter und Kinder.? Fachkräfte Frühe Hilfen sind Hebammen und Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen mit einer staatlich anerkannten Zusatzqualifikation. Der Schwerpunkt dieses aufsuchenden Angebotes ist die psychosoziale, medizinische Beratung und Betreuung. Die Fachkräfte Frühe Hilfen haben das vertrauliche, freiwillige, aufsuchende und kostenlose Angebot vorgestellt.

Präsentation Frühe Hilfen

Fachkräfte Frühe Hilfen Handout

Zudem bot der Fachtag Anlass und Gelegenheit, sich an der Öffentlichkeitsaktion "Kinderschutz geht alle an“ des Niedersächsischen Sozialministeriums zu beteiligen und Multiplikator/innen ebenso wie Bürgerinnen und Bürger für den Kinderschutz zu sensibilisieren. Gleich zu Beginn informierte Moderator Michael Trunk über die Kampagne. Die Teilnehmer/innen fanden rote Sattelschoner auf ihren Sitzen vor und vor dem Neuen Rathaus in Göttingen wurden geparkte Fahrräder damit bezogen.

Fachforum des Netzwerks Frühe Hilfen & Kinderschutz tagte am 30.05.2018

so lautete in diesem Jahr das Thema des Fachforums im Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz für Stadt und Landkreis Göttingen. Zu diesem kamen am 30. Mai mehr als 160 Teilnehmende aus den Bereichen Kita, Schule, Jugendhilfe, Beratung und Gesundheit im Ratssaal der Stadt Göttingen zusammen.

In Impulsvorträgen sowie Praxis- und Informationsforen ging es um Chancen und Auswirkungen früher Nutzung digitaler Medien. Dabei wurde das Thema aus den Blickwinkeln verschiedener Professionen beleuchtet. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die Themen "Medienpädagogik und digitales Spielzeug", "Medienkonsum aus Sicht der Kinder- und Jugendpsychiatrie", "Daten- und Verbraucherschutz" sowie "Gefahren und Sicherheit im Netz".

Plakate und Postkarten können bezogen werden über das Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz für Stadt und Landkreis Göttingen.

Eine besondere Bereicherung des Fachforums war eine Plakataktion von auszubildenden Mediengestalter*innen der BBS II zum Thema "Smartphone Nutzung in Gegenwart von Kleinstkindern": Die Auszubildenden stellten zu Beginn der Veranstaltung von ihnen selber gestaltete Plakate und Postkarten zum Thema "Sensibilisierung zur Smartphone Nutzung von Eltern in Gegenwart von Babys/Kleinkindern" vor.

Plakate und Postkarten können bezogen werden über das Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz für Stadt und Landkreis Göttingen.

Diese Plakate werden im Rahmen einer Kampagne des Netzwerks Frühe Hilfen und Kinderschutz in Stadt und Landkreis Göttingen verteilt und ausgehängt. Mit der Plakataktion soll erreicht werden, dass Eltern ein Bewusstsein für die Nutzung ihres Smartphones im Alltag, in Gegenwart ihrer Kinder, entwickeln. Die Plakate sollen Anstoß geben, den Umgang mit dem Smartphone zu reflektieren – ohne zu moralisieren oder den erhobenen Zeigefinger zu zeigen.

In vielen Kommunen finden ähnliche Kampagnen in Form von Plakataktionen statt, die dafür werben, Auszeiten vom Smartphone zu nehmen und ihren Kindern uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu schenken.

Im Anschluss daran hielt Sabine Eder, Geschäftsführerin des Vereins Blickwechsel e.V, Verein für Medien- und Kulturpädagogik, einen Impuslvortrag mit dem Titel "Gutes Aufwachsen in Digitalien".

Vortrag Frau EderPDF-Datei (11,08 MB)

Herr Dr. Raphael Krämer, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie gab im anschließenden Impulsvortrag Einblicke in das Thema "Früher Medienkonsum aus Sicht der Kinder- und Jugendpsychiatrie".

Vortrag Herr Dr. KraemerPDF-Datei (1,73 MB)

 

Im Anschluss an den Impulsvortrag konnten die Teilnehmenden in Fach- und Informationsforen ihre Einblicke in die verschiedenen Themen vertiefen:
 

  • Gutes Aufwachsen in Digitalien - Sabine Eder, Blickwechsel e.V
  • Das digitale Kinderzimmer - Michaela Weiß-Janssen, Blickwechsel e.V.
  • Ran an Maus und Tablet - Tobias Milde, Blickwechsel e.V.
  • Spiel, Spaß und Spannungsfeld – digitale Medien und Entwicklungsaufgaben -
    Dr. Raphael Krämer, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, kraemercoaching.de
  • Jacqueline Emmermann, Koordinatorin Präventionsteam und Beauftragte für Jugendsachen, Polizeiinspektion Göttingen
  • Kathrin Körber, Rechtsexpertin Verbraucherzentrale Niedersachsen

Vortrag Frau EmmermannPDF-Datei (2,9 MB)

Vortrag Frau KörberPDF-Datei (0,64 MB)

 

Vorbereitungsteam Fachforum. Von links: Dagmar Gessert, Lena Biallowons, Anna Holefleisch, Jutta Teepe, Antje Steinborn

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