Graffiti-Projekt: Wandbild in Barbis von Jugendlichen gestaltet

Graffiti Barbis

Präsentation für die Öffentlichkeit mit Gästen aus Politik und Verwaltung

Ein großes Graffito schmückt die Rückwand der Sporthalle in Barbis. Gestaltet wurde es von Jugendlichen zusammen mit dem Künstler Thomas Deisel im Sommer 2021. Jetzt wurde das Wandbild bei Kaffee und Kuchen der Öffentlichkeit präsentiert.

Neben zahlreichen Jugendlichen waren der Bad Lauterberger Bürgermeister Rolf Lange, das Barbiser Ortsratsmitglied Rainer Jakobi und der Leiter des Fachdienstes Kinder- und Jugendarbeit, Jugendschutz und Jugendberufshilfe des Landkreis Göttingen Dirk Glowatz zur kleinen Feier gekommen. Auch Stadtjugendpflegerin Sarah Hoffmann, Jugendpfarrer Simon Burger und Peter Dzimalle von der Partnerschaft für Demokratie am Harz, die das Sprayprojekt als Kooperationspartner*innen möglich gemacht hatten, unterstützten die Veranstaltung vor Ort.

Geplant und durchgeführt wurde das Graffitiprojekt von der Aufsuchenden Jugendarbeit des Landkreis Göttingen. „Mit dem Besprayen der Wand konnten die Jugendlichen ihren Jugendplatz gestalten und ihn sich aneignen“, erläutert der Streetworker der Aufsuchenden Jugendarbeit, Giovanni Marra. Seine Kollegin Sonja Schrader ergänzt: „Jugendliche werden häufig als Störfaktor gesehen. Dass auch sie ein Teil von Barbis sind und ein Recht auf geeignete Treffpunkte haben, darauf wollen wir aufmerksam machen. Und auch ein Zeichen setzen, dass die Jugendlichen tolle Dinge schaffen können.“

Die Aufsuchende Jugendarbeit, seit 2019 auch in Barbis tätig, startete mit dem Graffitiprojekt einen Anlauf, auf die Bedarfe und Nöte der Jugendlichen, gerade während der Corona-Pandemie, aufmerksam zu machen. Ein weiterer Anlass für das Projekt waren neonazistische und rechtsterroristische Symbole, die auf der Turnhallenwand zu sehen waren. „Wir wollten auch mit den Jugendlichen über die menschenverachtenden extrem rechten Inhalte der Zeichen und Codes in den Austausch gehen, anstatt das einfach übermalen zu lassen. Danach stellten wir mit den Jugendlichen die Frage: Wofür wollen die Jugendlichen in Barbis stehen? Sie bestimmten dann, wie die Wand gestaltet werden sollte“, erläutert Sozialarbeiter Carsten Seydlowsky das Projekt.

Bei der Präsentation war nun eine Ausstellung zu sehen, auf der das Projekt von der ersten Planung bis zur Fertigstellung des Wandbildes nachzuvollziehen war. Die Gäste fanden viele wertschätzende Worte für die Jugendlichen. Ein Thema war auch der geplante Bau eines von den Jugendlichen geforderten Unterstandes auf dem Jugendplatz, in dem sie sich auch bei schlechtem Wetter treffen können sollen. Dieser soll voraussichtlich bis zum Herbst dieses Jahres errichtet sein.

Pressemitteilung Graffiti Barbis

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